Cheyenne

Eigentlich hätte es der erste Auftritt der neuen Band sein sollen; das Inserat tönte gut, open jam ab 20 Uhr, jeder kann mitmachen. So traf man sich vorher privat bei grillierten Sardinen, frittierten Auberginen, Spinat mit Nüssen und anderem und legte nochmals das Programm fest.
«Opener, Funk oder Rock’n Roll?»
«Funk wie city lights»
«OK, dann das geplante Gerödel mit den 5 Stücken»
«3»
«Egal, wir spielen no expectations und someday einfach auch noch. Nervös?»
Das Lokal ist eine 2 stöckige Baracke, oben irgendwo eine Jugenddisco, unten ein gemütliches Clublokal, wo bereits ein paar junge Leute die Bühne besetzt hatten und munter drauf los irgend etwas total Monotones auf a moll oder so zum Besten gaben. Es wurde noch etwas krasser, als ein E Sitar Spieler sich dazu gesellte, später noch eine junge Gothic Sängerin; der Sound tönte immer mehr nach Psycho und Friedhof, worauf freiwillig das Feld geräumt wurde, da die Chance so guten, alten, fröhlichen Rythmen and Blues zu spielen verschwinden klein wurde.
Cheyenne heisst die Bar in der Nähe; wenig Leute, was recht war. Nach der Einsicht, dass das Stichwort open stage sein sollte und das Management total versagt habe, schweifte das Gespräch auf Reisen ab, wo man schon war oder hin gehen möchte, Musik im allgemeinen und vieles mehr.
Planungsfehler?