Das Licht und Wetter war gut, um die Stadt mal kennen zu lernen. Unweit der Küste gelegen und beeinflusst von der Nordsee kann es schnell windig und regnerisch werden.
Namentlich erwähnt wurde sie im frühen Mittelalter, doch es gab schon früher Überreste gallisch-römischer Siedlungen.
Dank dem Hafen an der Schelde, die hier zu einer breiten, 88 km langen Trichtermündung ansetzt, was ein idealer Standort für die Hochseeschifffahrt ist, und dem Tuchhandel entwickelte sich die Stadt prächtig, erbaute die Liebfrauenkathedrale am grossen Markt, der von reich geschmückten Patrizierhäusern geschmückt ist.
Der Niedergang erfolgte mit der Rekatholisierung durch die Spanier, das Gebiet war ein Teil der spanischen Niederlande, was ein Exodus der reichen Kaufleute nach Amsterdam nach sich zog. Ja, Antwerpen hatte viele Herren: Brabanter, Burgunder, die erwähnte Spanier, Habsburger, Franzosen unter Napoléon, Holländer, bis die Stadt 1832 Teil des neuen Staates Belgien wurde.
Heute zählt die Stadt über 500’000 Einwohner und ist die grösste des Landes; der Aufschwung begann mit der Industriealisierung des Landes. der Wiedereröffnung des Hafens, dem dunklen Kapitel Kongo, der Kolonie, die dem König gehörte und deren ausgebeuteten Güter über den Hafen importiert wurden und dem Diamanthandel.
Vebunden mit dem Wachstum wurden um das heute fast Auto freie Zentrum neue quadratische Quartiere mit Innenhöfen angelegt und umliegende Gemeinden wurden von der Stadt aufgesogen.
Grünflächen sind in der Kernzone etwas Mangelware; erwähnt sei der grosse Stadtpark oder gleich um die Ecke der kleine, sympathische Botanische Garten.