Im 15. Jh. bekundeten die damaligen Besitzer der Burg kein grosses Interesse mehr an diesem Gebiet und verkauften die Anlage samt zugehörigen Länderein für gutes Geld an die Stadt Zürich; diese konnte durch den Erwerb ihr Staatsgebiet fast verdoppeln.
Die Habsburger, die im 13. Jh. die Burg von den ausgestorbenen Kyburgern geerbt hatte, richteten nach dem Verlust ihrer Stammlanden im Aargau ihr Augenmerk mehr nach Osten, nach Böhmen und Wien, die sicherer zu bewahren schienen als die Ländereien bei den kriegerischen Eidgenossen. Der neue Landvogt aus Zürich hatte dafür zu sorgen, dass Geld in die Kassen floss, die Strassen im guten Zustand blieben und die nahe gelegene Töss im Auge nicht über die Ufer trat. Nach dem Zusammenbruch der alten Ordnung im Zuge der napoleonischen Kriege und der Gründung des modernen Kantons Zürich im 19 Jh. verlor die Burg an Bedeutung und wurde verkauft. Gut 80 Jahre später besann man sich jedoch der Bedeutung des Ortes, und der Kanton erwarb die Anlage zurück und wandelte es in ein Museum um.
Jedes Jahr werden wohl unzählige Schulklassen den Ort besuchen müssen, entweder als Wanderung durch die ländliche Landschaft mit kleinen Weilern, Wiesen und Wälder, oder hingekarrt mit Autobussen; die Ausstellung möchte ein Bild vermitteln, wie es sich damals wohnen liess und welche Aufgaben die Landvögte zu bewältigen hatten, eigentlich eine gute Idee, doch ziemlich fade und lieblos umgesetzt. Beim Spazieren zur Kulturdenkstätte wird der nahe gelegene Flughafen ziemlich stark ins Bewusstsein gerufen, liegt doch die Region in dessen Anflugschneise, und so donnern im Minutentakt die dünnen oder fetten Brummer über die Köpfe der Kühe und Wanderer.