Le Chasseron

Oben auf dem Kamm sind nicht viele Passanten unterwegs, sehr wenige Wanderer, ein paar Mountain Biker, die den Trail Ste Croix nach Provence abspuhhlen; die Kühe auf den Weiden lassen sich nicht gross stören, kauen das ausgetrocknete Gras oder verdauen auf dem Boden liegend, stoisch gegen dem starken Wind, der auf der Krete bläst.

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Le Chasseron ist mit über 1600 m. ü. M der dritt höchste Jura Gipfel, erschlossen durch eine Alpstrasse, die den weniger Sportlichen die Möglichkeit gibt, mit dem Auto das Bergrestaurant zu erreichen und die tolle Aussicht auf den Neuenburgersee und die Jura Hügel zu geniessen. Überhaupt laden Gaststätten entlang des Weges zur Rast ein, ein Lebenszeichen von Zivilisation, auch wenn die Handy Verbrindung sehr volatil ist, vielleicht dem kräftigen Wind geschuldet.
Das Dorf Ste Croix überrascht durch seine Grösse; wer hätte erwartet, hier oben unweit der Grenze ein Industriedorf zu entdecken. Doch dank der Schmalspurbahn kann der Ort viele Arbeitsplätze im Bereich der elektronischen Mikroproduktion anbieten, hervor gegangen aus der Herstellung von Musikspielautomaten im 19 Jh. Ein anderer Wirtschaftszweig ist der Tourismus, die Lage ist ideal für Sommer- und Winterangebote, ideal auch, da die Gemeinde sehr nah an den Städten Yverdon und Lausanne liegt.

San Gottardo

Da ist sie, die Etappe, die der ganzen Route den Namen gab: der Weg über den Gotthardpass. Bevor der Autobahntunnel gegraben und 1980 eröffnet wurde, war der Weg über den Berg die wichtigste Alpentransversale für den motorisierten Verkehr. Heute benutzen vorallem Touristen und Freizeitsportler den Weg, ausser unten im Tal herrscht Stau auf der Autobahn.
Die alte Passtrasse entstand in der heutigen Form vor gut 200 Jahren, als die Strasse verbreitert und Postkutschen tauglich gemacht wurde. Es entstand auf der Südseite die berühmte Tremola, die Strasse windet sich auf 24 Kehren das Val Tremola hoch auf die Passhöhe.

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Die Passstrasse ist sehr beliebt bei Bikers und Hobbyvelofahrern, Wanderer sieht man recht selten; Wandern von Hospental nach Airolo in dieser Baum losen Gegend ist nicht jedermanns Sache und führt leicht zu einem Sonnenbrand. Vielleicht hätte doch die Postkutsche benutzt werden sollen!

Tössegg

Ein friedlicher Ort, dieses Tössegg; gemächlich strudelt das etwas trübe Wasser der Töss in das smaragdblaue des Rheins, an der Stelle, wo sich der grosse Fluss seinen Weg durch den Jura nach Westen gefressen hat.
Viele Sonntagsurlauber sind mit den Kanus oder Gummibooten da und lassen sich im Wasser treiben.

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Oberhalb der Mündung liegt die kleine Gemeinde Rorbass, etwas verschlafen, mit hübschen Riegelbauten, sehr ländlich.

Beckenhof

Das heutige Beckenhof Gelände entstand im 16 Jh. als Lustschlösschen mit barocker Gartenanlage, das bis hinunter zum Fluss reichte; damals gehörte das Land der Gemeinde Unterstrass, vor den Toren und Mauern der Stadt gelegen. Die reichen Stadtbewohner kauften den Rebbauern ihr Land ab und errichteten ihre Prunkbauten.
Der Erbauer vom Beckenhof verlor allerdings sein Vermögen und verkaufte seinen Besitz. Mitte des 19 Jh. wurde Unterstrass eingemeindet und eine Strasse nach Örlikon gebaut, die den Garten in zwei Teile zerschnitt. Der unter Teil wurde mit Wohnhäusern bebaut, der obere Teil blieb als Garten erhalten und wurde 1924 von der Stadt gekauft.

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Heute ist die Anlage eine hübsche Oase des Quartiers Unterstrass, versteckt, nicht sehr belebt und wegen der Nähe zur Strasse nicht so ganz ruhig.

Zaragoza

Ob ich wisse, wann der Bus nach Zaragoza fahre. Der Landarbeiter mit seinen drei grossen, in Plastik eingepackten Warenballen trug hellblaue, abgetragene Kleider, auf seinem Kopf eine abgewetzte Schirmmütze. Sein fragendenes, gebräuntes und zerfurchtes Gesicht schaute hoffnungsvoll den Fremden an. Aber dieser wusste die Antwort nicht.

Cartago nova

In der ganzen Altstadt trifft man auf die Zeugen der Vergangenheit; sei es gut erhaltene und restaurierte Gebäude wie das Theater oder das Amphitheater, sei es frei gelegte Grundmauern und Fassaden. Auf einem der Hügel ist ein Archäologiepark eingerichtet, am Fusse findet sich das entsprechende Museum.

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Auf Grund der Ausgrabungen lässt sich der antike Stadtplan ziemlich gut rekonstruieren.

Zu den Standardgebäuden einer römischen Stadt zählten Forum, Theater, Amphitheater, Aquädukt, Thermen und verschiedene Tempel. Die exzellente Webseite Carthago Nova ‹El esplendor de una era› eerzählt viel mehr über diese ehemals wichtige Stadt des Imperiums.

Teatro romano

Einer der touristischen Sehenswürdigkeiten von Cartagena ist das römische Theater; erst 1988 wurde es in den Trümern wieder entdeckt, ausgebuddelt und dem Publikum zugägnlich gemacht. Der Eingang zum Theater ist das Museum, in dem die Fundstücke der Ausgrabungen ausgestellt sind.

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Wie jede wichtige römische Stadt besass Cartago Nova ein Theater; diese Gebäude dienten vorallem der Unterhaltung der Bewphner; der Eintritt war frei, Verköstigung musste aber bezalht werden. Man kann eigentlich drei grosse Kategorien an Stücken bennen, die auf der Bühne gezeigt wurden: zum einen Possen, Komödien und Kurzstücke, deren derben Inhalt wohl eher das einfache Publikum ansprach. Des weiteren wurden Tragödien aufgeführt, anfangs noch die klassisch griechischen Stücke, später Werke römischer Dichter. Als dritte Kunstform entstand das Pantomimentheater, die Rolle wurde in eine Sprechrolle und einer Mimikrolle unterteilt. Generell ist die Akkustik in den römischen Theatern exzellent; man kann auf den oberen Zuschauerrängen sprichwörtlich eine Stecknadel auf den Boden fallen hören.

Mar menor

Wenn nicht irgendein Wunder passiert, wird die grösste Salzwasserlagune Europas sterben; das Mar menor, nördlich von Cartagena, 73 km Küste leidet massiv unter der Landwirtschaft, dem Tourismus und seit neustem unter der Klima Erwärmung. Mangels Frischwasseraustausch mit dem Mittelmeerraum, dem hohen Nitrat- und Phosphateintrag durch die Agrarindustrie, den viel zu kleinen Schutzgebieten kippt die Lagune bei 35 Grad Wassertemperatur hinüber; d.h. Algen wachsen massenhaft, sterben, sinken auf den Meeresgrund und verrotten, was den Fischen, Krebsen und anderen Tieren den Sauerstoff raubt. Sie ersticken.

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Eine Fahrt entlang des Ufers zeigt die Tourismusbausünden wie la Manga, Cabo de Palo, los Alcazares, los Nietos und andere. La Manga ist das Paradebeispiel der Profitgier; erbaut auf einer 18 km langen Halbinsel reihen sich Wohnblocks um Wohnblocks, bevölkert während der Sommermonaten Juli bis September. Sonst herrscht Totenstille in dieser Retortenstadt.

Viele Umweltgtruppen kämpfen um die Verbesserung der Situation, aber die Agrarlobby ist gut verankert in der Politik der Provinz. Es wird sich erst was ändern, wenn die Touristen ausbleiben.

En Ruta II

Der Backofen Spaniens wird die Stadt auch geannt; auf Grund der Lage in einem Talkessel sind Temperatur in Murcia im Hochsommer von über 40 Grad keine Seltenheit. Und trotzdem ist die Gegend schon lange besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. Heute machen ein Grossteil der 480000 Einwohner Studenten aus, die Universität zählt zu den Grössten des Landes. Sehenswert ist die ursprünglich gotische Kathedrale. Beim Rundgang durch die Stadt stolperte die Reisegruppe noch an der Stierkampfarena und dem Museum der schönen Künste vorbei. Ansonsten erscheint die Stadt nicht der Rede wert.

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Weiter im Süden des Tales liegt Lorca, ein Zentrum der Agrarwirtschaft; sehenswert wäre das Castillo de Lorca, dem jedoch der Besuch erspart blieb, da es zu mühsam erschien, den Hügel bei Sommerhitze hinauf zu wandern. Hübsch sind die Baum bepflanzten Aveniden, schattig und ruhig.

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Last but not least konnten die eingepackten Badehosen endlich auch benutzt werden; es war noch Vorsaison in Aguilas, ein paar vereinzelte Touristen lagen am Strand, viele Restaurants waren noch geschlossen. Man sah, dass es ein internationaler Badeort ist, da auch ausländische Konzerne wie Deutsche Bank oder Engel & Völkers eine Filiale eröffnet hatten. Im Vergleich zu anderen Retortenbadeorten wie Torrevieja ist die Stadt hübsch und nicht so verbaut.

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