Ob das eine kluge Idee war, im Hochsommer bei etwa 30 Grad diese Stück abzuwandern, mag im Nachhinein bezweifelt werden; der Substanzverlust scheint doch gross, als ob 6 Stunden in einer Sauna verbracht worden wäre, zumal der Weg zwar doch grössten Teils durch Auwälder führt, wo es schattig und etwas weniger heiss ist, aber topographisch ist es eher langweilig, alles geradeaus, auf dem Damm dem Ziel Weinfelden entgegen.
Fatalerweise kommt man dennoch zum Genuss von Kompostsammelstellen, Feldern, Industrie, Einkaufszentren an der Peripherie der Kleinstadt, da irgendwo vorher das gelbe Schildchen übersehen wurde.
Mit letzten Kräften der Bahnhof erreichend wächst die Erkenntnis, dass auch der Hochsommer in der Schweiz ziemlich heiss sein kann.
Die Begradigung des Flusses geschah vor gut 130 Jahren mit dem Ziel Überschwemmungen zu verhindern, Landwirtschaftsland zu erhalten und auch die Malaria zu bekämpfen, die damals auch in der Schweiz noch heimisch war. Ein Nebeneffekt der Begradigung ist auch, das in Frauenfeld an der Thurebene ein grosser Waffenplatz gebaut werden konnte, dessen Areal heute grössten Teils unter Naturschutz steht, obwohl noch immer bei Bedarf irgend welche schiesswütigen Soldaten sich dort im Gelände tummeln. Wer sagt denn, dass alles bei der Armee schlecht ist??